VHD boot unter Windows 8

VHD boot unter Windows 8

Seit Windows7 (oder sogar Vista?) gibt es ja die Möglichkeit eine .vhd Datei zu mounten um anschließend dann von dieser auch booten zu können.
Laut meinen Recherchen soll das System, welches dann aus dem nativen Bootloader heraus gebootet wird, gerade mal 3% schlechter laufen als ein installiertes System.
Grund genug dies mal zu testen, immerhin ist dies eine gute Alternative zu Hyper-V unter Windows8 oder einem Class2 Hypervisor unter Windows7 solange man nur ein einzelnes OS zum testen booten muss.

Um dies nun auf zu testen besorgt man sich als erstes eine Windows Server 2012 Eval als .vhd File. Dies gibt es hier: TechNet

Nach erfolgreichem Download und der Extrahierung der Datei mountet man sich die VHD mit einem Aufruf aus dem Kontextmenü.

vhd_mount
vhd_mount

Unter Windows7 musste man hierzu noch den Diskmanager aufrufen (diskmgmt.msc) und unter Aktionen > „virtuelle Festplatte anfügen“ auswählen.
diskmgmt
diskmgmt

Nun kann man bereits auf die neue virtuelle Festplatte über das Dateisystem zugreifen.
Nun gilt es entsprechende Änderungen an der Bootkonfiguration vorzunehmen. Diese Anpassung erfolgt über das Tool BCDEDIT.
BCDEDIT ist seit Vista der Nachfolger der altbekannten bootcfg.exe und unter anderem auch für die Einträge in den Bootmanager zuständig.
Da Änderungen am System nur mit erhöhten Rechten (UAC) erledigt werden können, wird der Commandprompt, cmd.exe oder auch die PowerShell, als Administrator ausgeführt (rechtsklick >als Administrator ausführen).

Ein einfaches:
PS P:> bcdedit
liefert einen Überblick über die aktuelle Bootkonfiguration. Da wir diesen Stand nach unseren Tests weiterhin nutzen wollen, wird dieser Stand gesichert.
PS P:> bcdedit.exe /export D:bcdedit.sav
Der Vorgang wurde erfolgreich beendet.

Anschließend fügen wir unsere VHD hinzu, dazu muss das systemroot der zukünftigen Partition angegeben werden.
PS P:> bcdboot G:Windows
Die Startdateien wurden erfolgreich erstellt.

Durch einen weiteren Aufruf von bcdedit kann man den neuen Stand überprüfen.
Man erkennt bei diesem Kontrollblick auch welches die default Bootpartition ist. Dies wird im Regelfall die neu angebundene VHD sein.
Damit kann durch ein reboot des Systems direkt in das VHD-File gebootet werden.

Hat man seinen Test beendet importiert man einfach seine gesicherte bcdedit.sav wieder und überschreibt somit den Bootloader mit den alten Einstellungen.
PS P:> bcdedit.exe /import E:bcdedit.sav
Der Vorgang wurde erfolgreich beendet.

Wichtig: Die in diesem Beispiel gezeigten Partitionen D: (für das Sicherungsfile) und G: (für die VHD) müssen an das eigene System angepasst werden! Weiterhin ist nach dem Starten der VHD-Instanz zu beachten das alle Partitionsbuchstaben um einen Buchstaben im Alphabet „gewandert“ sind! Dies ist natürlich nur temporär und wird nach Rückspielen der bcdedit.sav wieder geändert.

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