Aufbau einer Citrix Provisioning 6.1 Umgebung – Teil 3

Aufbau einer Citrix Provisioning 6.1 Umgebung – Teil 3

In meinem heutigen Teil aus der PVS Serie möchte ich die Erstellung des MasterImages beleuchten.
Die meisten Screenshots werde ich mehr oder weniger unkommentiert anfügen da es sich, gerade im ersten Teil des Beitrags, lediglich um einen Installationswizard handelt welcher in den beiden ersten Blogposts bereits besprochen wurden.
Kurze Erklärung zum hier gezeigtem Vorgehen:
Auf dem XenApp-BasisServer werde ich die TargetDeviceTolls der aktuellsten Provisioning Services DVD (in diesem Fall 6.1) installieren.
Es gibt alternativ die Möglichkeit über den ServerRollenManager in XenApp die Rolle „PVS Target“ zu installieren um anschließend den Server über den RollenManager Wizard vorzubereiten um dann das mitinstallierte XenConvert manuell auszuführen. <- Dies ist nicht Bestandteil dieses Beitrags!
Gezeigt wird die Installation der Clienttools über das PVS Installationsmedium. Hintergrund ist hier schlicht und einfach die Aktualität der zu installierenden Komponenten.
Es wird auf die aktuellen und passend zur Serverinstallation gehörenden Clienttools zurückgegriffen und nicht auf (oftmals veraltete) Software die im XenApp mitgeliefert wurde.
Weiterhin kann dieser Blogbeitrag auch als Grundlage für das generelle Provisionieren angesehen werden, da ich an dieser Stelle die XenApp Komponente außen vor lasse.

Starten der „Target Device Installation“

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Auswahl „Installation“

Schritt_02.png
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Standard Wizard

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An dieser Stelle ist das Abschlussfenster der Installation erreicht.
Wichtig hierbei ist der unten gezeigte Haken zum starten des Image Wizards. Diesen sollte man nicht setzen und erst einmal den Server neu starten…

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Schritt_08_neustart.png
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Nach dem Neustart findet man den Imaging Wizard im Startmenü und wird wie folgt nach dem Öffnen begrüßt:

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Im ersten Schritt wird die Verbindung zur PVS-Farm hergestellt.

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Als nächstes muss die Wahl getroffen werden ob eine vorhandene vDisk genutzt werden soll oder eine neue erstellt.
Klare Empfehlung: Jetzt eine neue Disk erstellen. Ich bevorzuge eine komplette Neuanlage über den Wizard.
Entscheidet man sich zur Nutzung einer bereits angelegten DIsk, so musss man sicherstellen, dass diese an kein TargetDevice gebunden ist. Demnach auch nicht an eine ggfs. vorbereitete Maschine auf dem PVS-Server.

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Nun gilt es dem Kind einen Namen zu geben. Hier ist es angebracht einen aussagekräftigen Namen für das goldene Image zu finden 😉
Um gleich eine ggfs. aufkeimende Diskussion zur Frage fixed/dynamic Disk zu kontern kommt HIER ein Blogbeitrag im Citrix Blog zu diesem Thema. Ich habe, speziell für die Testumgebung, eine dynamische Disk gewählt um Platz zu sparen…

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Der entsprechende Lizensierungstyp der Microsoftlizenzen muss direkt bei der Erstellung des Images mit angegeben werden. Nutzt man kein Volume Licensing ist „None“ zu wählen.

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Nun wird eine passend skalierte Disk angelegt um die Konvertierung entsprechend durchführen zu können. Hier besteht weiterhin die Möglichkeit den freien Plattenplatz in der VHD zu reduzieren.

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Im nächsten Fenster werden die nötigen Daten zum Anlegen eines PVS-Targets abgefragt. Wichtig hier ist die MAC-Adresse der zu nutzenden NIC. Sollte man eine Multihome-Umgebung betreiben so muss hier unbedingt die NIC des „Streaming-LANs“ angegeben werden.
Die Collection ist eine Art OU auf dem PVS-Server, sollte hier noch keine Collection angelegt sein, so kann man das Target auch später in eine Collection verschieben (Drag&Drop in der PVS-Console)

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Eigentlich nur die Zusammenfassung der bisher getätigten Eingaben. Wichtig hier ist allerdings der recht unauffällige Button „Optimize for PVS“, diesen sollte man unbedingt anklicken um das unten gezeigt Fenster zu öffnen.

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Alle hier gelisteten Punkte sind empfohlene Einstellungen welche beim konvertieren zur vDisk angewandt werden sollten.

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Im Anschluss wird ein Reboot mit einer Anpassung an der Bootreihenfolge gefordert.
Der Server sollte nach dem Herunterfahren im PXE-Boot starten um dabei vom PVS-Server zum booten von der lokalen Festplatte aufgefordert werden. Bei diesem Schritt wird die vDisk angebunden um dem TargetDevice lokal zur Verfügung zu stehen. Dies ist notwendig um die eigentliche Festplatte 1:1 auf die vDisk zu kopieren.

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Der parallele Blick in die PVS-Konsole:

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Direkt nach dem Reboot startet der Konvertierungsjob

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Das grüne Icon in der PVS Konsole signalisiert einen erfolgreiche Start des Targets während das Schloss die Bindung der Disk an das Target anzeigt:

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Ein erster Blick ins Storage zeigt die drei Dateien welche zu einer vDisk gehören: VHD (Festplatte), pvp (Property Datei) und eine lok (enthält die Informationen zur Bindung (das Schloss im Screenshot oben))

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Langsam geht es auch mit dem Fortschrittsbalken vorwärts 😉

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DIe VHD wächst ebenfalls…

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Erfolgreicher Durchlauf der Konvertierung

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Erneuter Reboot wird gefordert. Diesen führe ich NICHT durch, statt dessen fahre ich den Server herunter!

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Blick in das Kontextmenü des TrayIcons (FestplattenIcon neben der Uhr) im TargetDevice
Den Scrennshot habe ich vor dem geforderten Neustart gemacht, dies erkennt man unter anderem an der Zeile „Boot from“ – Es ist noch von der lokalen Festplatte gebootet.

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In den folgenden Schritten erstelle ich eine VM in der PVS-Konsole, füge diese ins AD ein und binde die gerade erstelle vDisk an diesen Server an. Dieses Vorgehen habe ich mir angewöhnt da ich als Master TargetDevice gerne einen reinen PVS-Client habe welcher komplett losgelöst von der konvertierten Maschine ist! Natürlich kann man auch einfach den erstellten Server nutzen indem man die Properties des Targets auf vDisk-Boot umstellt und neu startet.

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Wenn wir diesen Server nun starten haben wir unser Master-Device und können an diesem weitere Updates einspielen oder Anpassungen vornehmen bevor wir diese Disk verteilen.
Mehr dazu im nächsten Teil…

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