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Schlagwort: Windows Server 2012

Erstellen eines Speicherpools mit der Powershell unter Windows Server 2012

Erstellen eines Speicherpools mit der Powershell unter Windows Server 2012

Eine der wirklich überragenden Erneuerungen im Server 2012, sowie auch unter Windows 8, ist die Einführung von StoragePools. StoragePools bilden gerade zusammen mit der Nutzung von SMB3 einen erheblichen Mehrwert gegenüber Low-Budget RaidControllern oder gar einem SoftwareRaid… (mehr dazu in einem separaten Blogbeitrag)
Bevor ich den StoragePool erstelle werfe ich einen Blick auf meine physikalischen Festplatten, wobei physikalisch auf einem Hyper-V Gast natürlich nicht ganz richtig ist, handelt es sich doch hierbei um VHD-Files. Für das Betriebssystem wiederum sind dies physische Datenträger!

Besonderes Augenmerk sollte hierbei auf die Ausgabe des Attributes „CanPool“ geworfen werden. CanPool gibt an ob ein Laufwerk in den Speicherpool aufgenommen werden kann oder nicht! Die Disk „PhysicalDisk0“ wir mit nicht poolfähig angeben da dieses das Systemlaufwerk ist. Systempartitionen können nicht in einen StoragePool aufgenommen werden und da meine gesamte Disk0 als Partition C: genutzt wird fällt diese aus der Betrachtung raus.
Je nach gegebenen Szenario muss man sich entscheiden welche Disks man für den Pool nutzen möchte.
Beispielhaft habe ich dazu die Abfrage selektiv gegen die Poolfähigkeit der Disks und als weiteres praktisches Beispiel gegen eine bestimmte Größe laufen lassen.
Selektion nach Größe macht Sinn wenn ich meinen Server mit identischen Festplatten oder wie in meinem Fall mit identischen virtuellen Festplatten bestückt habe.

sp_ps_01
sp_ps_01

Da ich gerne alle poolfähigen Disks in meinen neuen StoragePool aufnehmen möchte habe ich das entsprechende Abfrageergebnis in eine Variable „NewDisks“ umgeleitet.
Ein (an dieser Stelle nicht gezeigtes) Get-StorageSubSystem wirft einen FriendlyName mit dem immer gleichlautenden Inhalt „Storage Spaces on hostname“ aus. Daher kann man den folgenden Befehl zum Erstellen des neuen Pools durch Platzhalter verkürzen. Im Anschluss an den Befehl wirft das System sofort einen Überblick über den neuen Speicher Pool „TEST“ aus…

sp_ps_02
sp_ps_02

Da ein StoragePool für sich gesehen erst einmal nichts weiter bringt, lege ich im nächsten Schritt eine virtuelle Disk, generiert aus dem neu erstellten Pool, an.
Hier erkennt man einen der großen Vorteile von virtuellem Storage. Ich lege nun virtuelle Disks an welche sich NICHT an den Kapazitätsgrenzen der genutzten physikalischen  Datenträgern orientieren muss.
Genauer mache ich mir die Technologie des ThinProvisionings zu nutzen um mit meinen hinzugefügten Platten, jeweils 5GB, 2 virtuelle Datenträger á 20GB zu erstellen.
So kann ich, insofern ich durch entsprechende Tests belegt habe, dass ich als Startgröße des Storages nicht die geforderte Endausbaustufe benötige, ein entsprechendes Storage vorgeben welches ich sukzessive aufstocke.
In den beiden gezeigten Beispielen habe ich jeweils ein Mirror (entspricht Raid1) und ein Simple (entspricht Raid0) „Resilienz-Typen“ erstellt. Parität zB kann ich, auf Grund nur zweier vorhandenen physikalischen Festplatten an dieser Stelle nicht einrichten!

sp_ps_03
sp_ps_03

Ein Aufruf des altbekannten diskpart Tools zeigt uns die beiden entsprechenden Datenträger als verfügbar, aber noch nicht konfiguriert an. Ähnliche Ausgabe wirft übrigens auch ein get-disk aus.

sp_ps_04
sp_ps_04

Daher werden die neuen Disks erst einmal initialisiert:

sp_ps_05
sp_ps_05

Und anschließend partitioniert und mit einem Laufwerksbuchstaben versehen:

sp_ps_06
sp_ps_06

Zu guter Letzt werden die beiden Partitionen noch formatiert:

sp_ps_07
sp_ps_07

Und ein Aufruf zeigt uns die beiden neuen Laufwerke!

sp_ps_08
sp_ps_08

VHD boot unter Windows 8

VHD boot unter Windows 8

Seit Windows7 (oder sogar Vista?) gibt es ja die Möglichkeit eine .vhd Datei zu mounten um anschließend dann von dieser auch booten zu können.
Laut meinen Recherchen soll das System, welches dann aus dem nativen Bootloader heraus gebootet wird, gerade mal 3% schlechter laufen als ein installiertes System.
Grund genug dies mal zu testen, immerhin ist dies eine gute Alternative zu Hyper-V unter Windows8 oder einem Class2 Hypervisor unter Windows7 solange man nur ein einzelnes OS zum testen booten muss.

Um dies nun auf zu testen besorgt man sich als erstes eine Windows Server 2012 Eval als .vhd File. Dies gibt es hier: TechNet

Nach erfolgreichem Download und der Extrahierung der Datei mountet man sich die VHD mit einem Aufruf aus dem Kontextmenü.

vhd_mount
vhd_mount

Unter Windows7 musste man hierzu noch den Diskmanager aufrufen (diskmgmt.msc) und unter Aktionen > „virtuelle Festplatte anfügen“ auswählen.
diskmgmt
diskmgmt

Nun kann man bereits auf die neue virtuelle Festplatte über das Dateisystem zugreifen.
Nun gilt es entsprechende Änderungen an der Bootkonfiguration vorzunehmen. Diese Anpassung erfolgt über das Tool BCDEDIT.
BCDEDIT ist seit Vista der Nachfolger der altbekannten bootcfg.exe und unter anderem auch für die Einträge in den Bootmanager zuständig.
Da Änderungen am System nur mit erhöhten Rechten (UAC) erledigt werden können, wird der Commandprompt, cmd.exe oder auch die PowerShell, als Administrator ausgeführt (rechtsklick >als Administrator ausführen).

Ein einfaches:
PS P:> bcdedit
liefert einen Überblick über die aktuelle Bootkonfiguration. Da wir diesen Stand nach unseren Tests weiterhin nutzen wollen, wird dieser Stand gesichert.
PS P:> bcdedit.exe /export D:bcdedit.sav
Der Vorgang wurde erfolgreich beendet.

Anschließend fügen wir unsere VHD hinzu, dazu muss das systemroot der zukünftigen Partition angegeben werden.
PS P:> bcdboot G:Windows
Die Startdateien wurden erfolgreich erstellt.

Durch einen weiteren Aufruf von bcdedit kann man den neuen Stand überprüfen.
Man erkennt bei diesem Kontrollblick auch welches die default Bootpartition ist. Dies wird im Regelfall die neu angebundene VHD sein.
Damit kann durch ein reboot des Systems direkt in das VHD-File gebootet werden.

Hat man seinen Test beendet importiert man einfach seine gesicherte bcdedit.sav wieder und überschreibt somit den Bootloader mit den alten Einstellungen.
PS P:> bcdedit.exe /import E:bcdedit.sav
Der Vorgang wurde erfolgreich beendet.

Wichtig: Die in diesem Beispiel gezeigten Partitionen D: (für das Sicherungsfile) und G: (für die VHD) müssen an das eigene System angepasst werden! Weiterhin ist nach dem Starten der VHD-Instanz zu beachten das alle Partitionsbuchstaben um einen Buchstaben im Alphabet „gewandert“ sind! Dies ist natürlich nur temporär und wird nach Rückspielen der bcdedit.sav wieder geändert.

Support für ältere OS im Hyper-V 2012

Support für ältere OS im Hyper-V 2012

In den letzten Tagen habe ich an mehreren Diskussionen zum Thema „Support für ältere OS“ geführt/miterlebt.
Gab es unter Windows Server 2008 R2 noch die Möglichkeit im Hyper-V Manager den entsprechenden Haken zu setzen, so fehlt dieser unter Windows Server 2012.

cpu_settings_gui

Hier ist, wie im Bild zu sehen, nur noch die Möglichkeit den Support für eine andere CPU-Version einzustellen.
Möchte man, wie früher, auch auf den „altes OS Support“ zurückgreifen muss man die PowerShell nutzen. Dort findet man die gewünschte/gesuchte Einstellung wieder…
cpu_settings_ps
cpu_settings_gui

Hier habe ich ein kleines Script erstellt mit welchem man die fehlende Einstellung der GUI vornehmen kann.

Das Script habe ich ebenfalls im Microsoft Technet zum Download bereit gestellt: TechNet Gallery

IT Camp: Windows Server 2012 und Hybrid Cloud

IT Camp: Windows Server 2012 und Hybrid Cloud

So… morgen gehts nach Unterschleißheim zu Microsoft ins

IT Camp: Windows Server 2012 und Hybrid Cloud

Themen werden sein:
Hyper-V Server 2012
Windows Server 2012
System Center 2012 Client Management and Security Solutions
System Center 2012 SP1 Beta
System Center 2012 Private Cloud
Windows Azure

Da bin ich mal gespannt und freu mich auf morgen

Um die Linkliste zu komplettieren hab ich noch folgende Microsoft Virtual Academy (MVA) Kurs-Empfehlungen zur Vorbereitung auf die IT Camps bekommen:
Windows Server 2012: Erster Einblick
Windows PowerShell 3.0 für Einsteiger – Teil 1
System Center 2012: Virtual Machine Manager (VMM)
System Center 2012 Operations Manager

Probeartikel für Hyper-V 2012 Cookbook

Probeartikel für Hyper-V 2012 Cookbook

Leandro Carvalho, Autor des Windows 2012 Hyper-V Cookbook, hat im Microsoft Technet ein Probekapitel seines Buches zum freien Download gestellt:FREE eBook Chapter: Migrating and Upgrading Physical and Virtual Servers to Hyper-V in Windows Server 2012

Um das neue Wissen zum Thema auch entsprechend vertiefen zu können sei auch gleich folgender Link empfohlen:Free Azure Testlab
Viel Spass beim experimentieren in der TestCloud 😉

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